Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Samstag, 28. April 2018

Ein gemeinsamer Vertreter kann bei Kompetenzüberschreitung sehr wohl zur Kasse gebeten werden......

 Es verdienten alle daran, nur nicht die Anleihegläubiger, die offensichtlich massiv benachteiligt wurden. Aber warum haben diese trotzdem zugestimmt? Nun, sie haben nicht selbst dem Insolvenzplan zugestimmt, sondern wurden hierbei von dem gemeinsamen Vertreter vertreten. Eine Abstimmung der Anleihegläubiger fand gerade nicht statt. Eine eigens hierfür vorgesehene Gläubigerversammlung wurde kurzfristig abgesagt, dabei hätte diese zumindest darüber abstimmen können, dass der gemeinsame Vertreter diesem Insolvenzplan nicht zustimmt. Dies wollte man aber um jeden Preis verhindern. Es bleibt fraglich, ob der gemeinsame Vertreter überhaupt über einen derartigen Insolvenzplan abstimmen durfte oder aber bereits seine Kompetenz überschritten hat. Zumindest aber hat er sich unseres Erachtens schadenersatzpflichtig gemacht. Das Gesetz zielt bei dem erst am 1. März 2012 eingeführten Schutzschirmverfahren darauf ab, dass die Gläubigergruppen eigenverantwortlich ihre Interessen wahrnehmen. Im Falle der Anleihegläubigergruppe, der größten Gläubigergruppe in diesem Verfahren, nahmen diese aber ihre Interessen nicht selber wahr. Vielmehr handelte hier ausschließlich der gemeinsame Vertreter. Der gemeinsame Vertreter kann unseres Erachtens in dem Verfahren der Laurèl GmbH aber nicht die Interessen der Anleihegläubiger im Sinn gehabt haben, als er dem Insolvenzplan zustimmte, der offensichtlich die Anleihegläubiger massiv gegenüber den anderen Gläubigergruppen benachteiligte. http://achtunganleihe.de/laurel-gmbh-sieg-der-frechheit-gemeinsamer-vertreter-drueckt-sich-um-information-der-anleiheglaeubiger-und-stimmt-fuer-insolvenzplan/

Was können Anleihegläubiger noch tun?

Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer. In diesem Fall weiß man auch, wer! Die Anleihegläubiger sollten prüfen, ob sie Schadenersatzansprüche geltend machen wollen. Der gemeinsame Vertreter hatte noch „auf Kosten der Gesellschaft“ eine Vemögensschadenhaftpflichtversicherung in Höhe von 20 Mio. Euro abgeschlossen. An der Solvenz des Schuldners bestehen keine Zweifel. Unseres Erachtens ist auch der Pflichtverstoß eindeutig. Wer an einem Vorgehen gegen den gemeinsamen Vertreter interessiert ist, kann sich gerne melden unter:
Rechtsanwältin Dr. Susanne Schmidt-Morsbach
E-Mail: Schmidt-Morsbach@ssma.de
Schirp & Partner Rechtsanwälte mbB
Leipziger Platz 9
10117 Berlin
Tel. 030 327 617 -46
Fax 030 327 617 17
https://ssma.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen